Junge Freie Wähler erhielten Einblick in die Produktionstechnik einer modernen Firma

01.07.2007 – 

Schon seit 1988 hat sich das Unternehmen Stangl & Co. der Präzisionstechnik im Bereich Maschinenbau, Elektronik, Elektrotechnik und Automobilbau verschrieben. Was Präzision bedeutet, konnte eine Gruppe der Jungen Freien Wähler Cham am Samstag bei einem Rundgang durch den Betrieb erfahren.

Begleitet wurde die Gruppe von dem Stellvertretenden Kreisvorsitzenden der Freien Wähler, Johann Christl. Da Firmenchef Johann Stangl geschäftlich verhindert war, führte Emanuel Senft, der im Bereich der Ausbildung tätig ist, nach der Begrüßung die Gruppe zu einem Schaukasten, in dem die interessierten Jugendlichen und auch ihre Väter die Produktionspalette betrachten konnten. Danach konnte man die eigens für die Ausbildung geschaffene Lehrwerkstatt besichtigen.

Emanuel Senft nutzte die Gelegenheit, die Jugendlichen über die Ausbildung bei Stangl & Co. und die Möglichkeiten, danach zu informieren. Er erklärte, dass man im ersten viertel Jahr eine Grundausbildung macht, um ein Gefühl für das Material zu bekommen. Schon ab dem zweiten Lehrjahr wird man in die Firma integriert und im dritten Lehrjahr wird der richtige Umgang mit den unterschiedlichsten Maschinenprogrammen für die verschiedenen Fertigungsverfahren vermittelt. Dabei kommen auch CAD- CAM- Anwendungen zum Einsatz. Das heißt, dass die technischen Zeichnungen im Datenformat vom Kunden kommen und diese in Maschinensprache übersetzt werden.

Bei der Firma Stangl & Co. kann man unter anderem Bürokaufmann/- frau, Mechatroniker/- in, Technischer Zeichner/- in, Zerspannungsmechaniker/- in lernen und hat dabei, zum Beispiel durch Zeigen von Eigeninitiative, eine große Chance , in den Betrieb übernommen zu werden. Um eine Lehrstelle zu bekommen, sollte man sich bereits ein Jahr vor dem möglichen Ausbildungsstart bewerben. Denn das Motto lautet: „ Je früher, desto besser.“

Zur Zeit beschäftigt das Unternehmen 27 Auszubildende in Zerspannungs- und Werkzeugmechanik, 76 Fachkräfte, 13 Aushilfskräfte und 3 Zeitarbeiter. Zusammen mit den beiden Firmenchefs Johann Stangl und Stefan Kulzer zählt die Firma 121 Mitarbeiter.

In der spanabhebenden Fertigung erklärte Emanuel Senft für die jugendlichen Teilnehmer den Vorgang des Fräsens und Drehens. Danach durfte die Gruppe den Bereich des Drahterodierens und des Senkerodierens besichtigen. Mit dieser Methode ist es möglich , selbst feinste Konturen und extrem aufwändige geometrische Formen zu realisieren. In der Schleiferei wird das Oberflächenfinish durchgeführt und es werden besonders glatte Oberflächen erzielt. Dies ist erforderlich, da bei den Zeichnungsmaßen Genauigkeiten bis zu fünf Mikrometer ( 0,005mm ) erreicht werden müssen.

Weiterbildung von Bedeutung

Am Ende der Betriebsbesichtigung wurden die Teilnehmer durch die Firma bewirtet und durften nochmals Fragen stellen. Es wurde auch noch angesprochen, dass die innerbetriebliche Weiterbildung im firmeneigenen Schulungsraum nicht zu kurz kommt. Es werden den Mitarbeitern regelmäßig Einblicke in neueste Entwicklungen vor allem in der Fertigungstechnik und Qualitätssicherung gewährleistet. Auch werden Englischkurse angeboten, um die Kommunikation mit den ausländischen Kunden zu verbessern. Bei dieser Gelegenheit betonte Emanuel Senft nochmals, dass Jugendliche während ihrer schulischen Ausbildung ein Praktikum absolvieren sollten. Praktikanten sind der Firma Stangl & Co. immer willkommen und verbessern ihre Chancen, einen der begehrten Ausbildungsplätze zu bekommen.